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Trauringe trägt ein Ehepaar meist sein Leben lang und diese begleiten es durch den Alltag. Zudem ist es ein Zeichen für die ewige Liebe und tiefe Verbundenheit mit dem Partner. Aber was, wenn ein Partner den Ring nicht tragen kann? Gegen den Hochzeitsring allergisch? Das ist keine Ausrede und kommt gar nicht so selten vor. Viele wissen jedoch nicht, woher Allergien gegen Edelmetalle kommen. Die wichtige Frage ist daher: Welche Ringe lassen sich problemlos tragen? 

Unverträglichkeit und Allergien bei Ringen – Warum?

Juckreiz, gerötete und offene Stellen – So lässt sich am besten die Kontaktallergie bei bestimmten Metallen beschreiben. Sehr häufig sind es klassische Metalle wie Gold und Silber, die der Träger nicht gut verträgt. Aber nicht immer ist es das Metall selbst, auf das der Träger allergisch reagiert. Das Zusatzmaterial Nickel ist besonders häufig für die gereizte Haut verantwortlich. Nickel ist ein Material, das in vielen Dingen vorhanden ist, beispielsweise in Modeschmuck, Gürtelschnallen oder im Gestell einer Brille. Viele wissen daher, dass sie eine Nickelunverträglichkeit haben. Ein Besuch beim Hausarzt kann sich lohnen, da dieser die Allergie schnell mit einem Test herausfinden kann. Aber was tut man, wenn man Nickel, Gold oder Silber nicht verträgt? Bei einem wichtigen Schmuckstück wie dem Ehering ist es sehr wichtig, dass man einen guten Tragekomfort hat. Grundsätzlich sollte man bei der Wahl der Trauringe nickelfreie Materialien wählen. Wer keine Risiken eingehen will, der sollte sich alternative Metalle genauer ansehen. 

Beliebteste Materialien für Allergiker – Platin und Titan

Platin ist bestimmt vielen als „hypoallergen“ bekannt. Das bedeutet, dass diese Material besonders verträglich ist und so gut wie nie Reaktionen auslöst. Bei der Wahl der Ringe sollte man sich vor allem auf die 950er Legierung konzentrieren. Hier besteht der Trauring zu 95 Prozent aus Platin und zu 5 Prozent aus Wolfram. Bei der 600er Legierung können Materialien wie Kupfer und Iridium enthalten sein. Besonders empfindliche Menschen können darauf reagieren. Wenn das Budget einen reinen Platin-Ring nicht zulässt, kann man sich auch auf Titan konzentrieren. Die Ringe haben einen stilvollen, dunkelgrauen Farbton und eignen sich auch für Allergiker. Sie sind genauso robust wie Platin und dazu noch temperatur- und korrosionsbeständig.

Bei weitem unterschätzt – Ringe aus Tantal

Trauringe aus Tantal waren eine lange Zeit lang weit entfernt, ein Trendthema zu sein. Mittlerweile gibt es immer mehr Paare, die zu diesem außergewöhnlichen Material greifen. Der leichte, dunkelgraue Schimmer hat Stil und ist zugleich etwas mysteriös. Tantal gehört zu den seltensten stabilen Elementen auf der Welt und ist in seiner reinen Form vollkommen allergiefrei und hat keine gesundheitlichen Nachteile. Das ist wichtig, denn das Material wird vorwiegend in der Medizin verwendet, um Präzisionswerkzeuge herzustellen. Tantal ist auch sehr stabil und robust, so eignet sich das Material auch gut für aktive Paare, die ihren Ring jeden Tag tragen wollen. Der Tragekomfort ist bei diesen Ringen besonders hoch. Die Dichte gibt dem Ring ein gutes Gewicht, das angenehm ist, aber auch Wertigkeit vermittelt. Das Material ist in der mittleren bis oberen Preisklasse angesiedelt, vor allem wenn es besonders rein und ohne andere Zusatzmaterialien gefertigt wird. 

Sind Goldringe absolut keine Option? 

Wenn ein Ehepaar nicht auf Trauringe in Gold verzichten will, gibt es vielleicht eine Option. Bei einer direkten Allergie auf Silber und Gold ist der Fall erledigt. Wenn jedoch die Verträglichkeit nur bei Nickel problematisch ist, können nickelfreie Legierungen die Lösung sein. Besonders hohe Goldlegierungen enthalten sehr wenig bis gar kein Nickel, hier ist es wichtig, auch das Material zu testen. Auch der Juwelier sollte genau gefragt werden, ob sein Schmuck auch wirklich zu 100 Prozent Nickelfrei ist.


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