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Dating Apps vereinfachen schnelle und unverbindliche Dates. Die sozialen Medien nehmen Einfluss auf unser Sexualleben und die Zahl der Neuinfektionen von Geschlechtskrankheiten steigt an.


Daten war nie so einfach wie heute!

Noch bis vor wenigen Jahren lernten sich zwei Menschen auf der Arbeit oder in ihrer Freizeit kennen und kamen sich mit der Zeit näher. Anonymität war selten gegeben. Die soziale Medien vereinfachen das Kennenlernen potenzieller Partner. Nicht nur für romantische Treffen mit dem Ziel, eine feste Beziehung anzustreben, sondern auch zwecks Sexdates. Wechselnde Sexpartner zu finden war noch nie so einfach. 

Dank Dating Apps wie Tinder, Lovoo, Badoo, Candidate, Once oder Happn benötigst du nur ein Smartphone und kannst nach dem Download sofort mit der Partnersuche starten. Anonym findest du leicht passende Flirtpartner und kannst dich direkt zum Date verabreden. Ist einfach, aber auch nicht ganz ungefährlich. Diese Möglichkeit, ständig unkompliziert und anonym Sexpartner tauschen zu können, vereinfacht das Übertragen sexueller Krankheiten. 

Zu diesen gehören HIV, Dellwarzen, Filzläuse, Hefepilzinfektionen, Krätze, Trichomonaden-Kolpitis, Hepatitis, Chlamydien, Tripper, Syphilis, HPV und genitalen Herpes. Der Verkaufszahlen von Kondomen sind in den letzten Jahren angestiegen. Das lässt darauf schließen, dass trotz wechselnder Sexpartner der Empfängnisschutz und Schutz vor Geschlechtskrankheiten wichtig ist. 

Jedoch haben viele Menschen ohne Kondom miteinander Sex oder verbreiten Geschlechtskrankheiten auch trotz dessen Benutzung. Ein "Gummi" bietet nicht immer ausreichenden Schutz vor Krankheiten, die sich nicht nur über den direkten Geschlechtsverkehr ausbreiten wie beispielsweise die Krätze.


Übertragung durch Milben: Die Krätze

Die Krätze überträgt sich durch Hautkontakt. Früher dachte jeder, dass sie sich ausbreitet durch Mangelhygiene. Mittlerweile wissen wir, dass der direkte Hautkontakt ausschlaggebend ist. Menschen, die auf engem Raum leben, haben häufig intensiven Körperkontakt miteinander. Verursacher dieser Krankheit sind Milben (sarcoptes scabei hominis), die ihre Eier in der oberen Hautschicht ablegen. Betroffene leiden unter starkem Juckreiz und Entzündungen. 

Durch Geschlechtsverkehr können diese Milben übertragen werden. Die ersten Anzeichen einer Infektion sind frühestens nach vier Wochen ersichtlich. Juckende Knötchen und Pusteln in den Beugen der Zwischenfinger, Handgelenken, Ellbogen, Achselhöhlen, Brust und Genitalien sind typische Symptome der Krätze. Juckreiz im Intimbereich können Krätzmilben sein. Durch Kratzen entstehen Verletzungen der Haut, durch die Bakterien eindringen. Ein Arzt erkennt die Milbengänge mit der Tintenmethode. 

Die äußerliche Behandlung erfolgt durch Medikamente wie Permethrin, Lindan oder Goldgeistextrakt. Zur Linderung der Symptome ist ein Vollbad hilfreich. Weiterhin sind Tabletten für die innere Anwendung gegen Krätze erhältlich. Meistens wird jedoch nur äußerlich Medizin benutzt. Nach erfolgreicher Behandlung sind die Milben nach wenigen Stunden abgestorben. Der Juckreiz kann jedoch noch eine Weile anhalten, da der Körper das Milbeneiweiß abstößt. 


Schütz dich vor Geschlechtskrankheiten!

Wenn du Spaß haben möchtest und gerne deine Sexualpartner wechselst, spricht nichts dagegen. Sei dir aber darüber im Klaren, dass deine Sexpartner ebenfalls regelmäßig mit anderen Menschen Dates haben. Allerdings solltest du darauf achten, dass du auf deine Gesundheit achtest. Die Pille verhindert zwar Schwangerschaften, aber keine Krankheiten. Das Kondom schützt vor zahlreichen, gefährlichen Geschlechtskrankheiten. Manche übertragen sich dann trotzdem durch Oralverkehr, falsche Anwendung oder engen Hautkontakt. 

Sprich mit einem Arzt über mögliche Impfungen zum Schutz vor Krankheiten, die sich über Geschlechtsverkehr ausbreiten. Manche Geschlechtskrankheiten verlaufen mehrere Wochen oder Monate symptomfrei. Merkst du Auffälligkeiten bei dir, scheue dich nicht davor, sofort zum Arzt zu gehen und der Ursache zu suche.



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