Wie bei den meisten Süchten, zeichnet sich die Spielsucht durch ihren kaum wahrnehmbaren Beginn aus, der zu einer regelrechten Abwärtsspirale wird. Während einzelne Spiele am Anfang immer wieder Lust auf mehr machen, können sich Betroffene dem Strudel bald nicht mehr entziehen. Schlimmer noch: Sie erkennen ihr Problem meist erst, wenn es zu spät ist. Die Folgen sind meist immens. Finanzielle Schulden resultieren aus einer Spielsucht, doch regelmäßige Besuche einer Spielbank und der Besuch des Online-Casino lässt auch das soziale Umfeld leiden. Besonders Beziehungen leiden darunter und gehen durch die Sucht, aber besonders durch die häufig mit ihr einhergehenden Lügen, in die Brüche.
Wenn das Spiel zur Sucht wird
Süchte entstehen dort, wo Glückshormone ausgelöst werden. Ein kleiner Gewinn im angeblich beste Online Casino oder am Automaten reicht da schon, um das Feuer zu wecken. Anfangs lässt der kurze Nervenkitzel den Alltag vergessen. Dies muss nicht den Beginn einer Sucht darstellen. Schwierig wird es, wenn Betroffene die Zeichen aller Süchte zeigen: Gewöhnung und Kontrollverlust. Dann werden große finanzielle Verluste klein und kleine Siege beziehungsweise Gewinne groß geredet.
Ein Süchtiger verlässt die Spielbank beispielsweise erst, wenn er sein Geld vollständig verloren hat, da er immer weiter versuchen möchte, die Verluste auszugleichen und sich in erster Linie durch die Sucht leicht selbst durch Lügen überzeugen kann, weiter zu spielen. Morgen klappt es ja bestimmt. Morgen wartet der große Gewinn. Die Wahrheit sieht meist anders aus. Finanzielle Not wartet und Lügen, um diese nicht im sozialen Umfeld zugeben zu müssen, schon gar nicht innerhalb der Beziehung.
Die Gefahr des Online-Casino
Während der Gang zur Spielbank meist früher oder später vom Partner oder der Partnerin bemerkt wird, macht es ein Online-Casino für Betroffene leichter, ihrer Spielsucht nachzugehen und die Betreiber verdienen gut daran. Dies liegt zum einen an der Tatsache, dass durch den Onlinetransfer des Geldes, Verluste noch weniger wahrgenommen werden. Sie sind in der realen Welt nicht zu beobachten, während beispielsweise in einer Spielbank genau beobachtet werden kann, wie das Geld verschwindet.
Betroffene bevorzugen außerdem Online-Casinos, da es viel leichter ist, diese zu besuchen, als eine Spielbank. Einfach vor den Computer gesetzt und schon lässt sich die Sucht nicht nur bequemer ausleben, sondern viel leichter vor dem Partner oder der Partnerin verbergen.
Wie die Spielsucht die Beziehung zerstört
Betroffene von Spielsucht verstricken sich häufig in finanzielle Lügen und Sackgassen. Nicht selten werden Kredite aufgenommen, um die Sucht zu finanzieren. Rechnungen können nicht mehr bezahlt werden und Mahnungen kommen ins Haus. Diese Umstände verheimlichen Betroffene natürlich vor Partner oder Partnerin solange es geht. Wenn das Lügenkonstrukt jedoch ans Licht kommt, ist es oft schon zu spät.
Während die Lügen oft über Monate und Jahre aufrechterhalten werden können, ist der Einbruch, umso größer, ausgerichtet nach der Höhe der Schulden. Manchmal ist es sogar der Verlust der Wohnung oder die Inhaftierung des Süchtigen, die dem Partner oder der Partnerin die wahren Umstände offenbart.
Süchtigen Helfen
Es kommt auf den jeweiligen Partner beziehungsweise die Partnerin an, inwieweit sie dem Süchtigen helfen wollen. Nicht selten hat das Glücksspiel des Partners auch ihr Leben zerstört. Darüber hinaus können sie nur dann Hilfe leisten, wenn der oder die Betroffene selbst einsieht, dass er oder sie süchtig ist. Geschieht dies, gibt es zahlreiche Angebote, die Betroffenen dabei helfen, die Sucht zu besiegen. Die kann in ambulanter, erfolgsversprechender jedoch in stationärer Therapie geschehen. Aber auch Selbsthilfegruppen können zur Heilung beitragen.




Kommentarübersicht